Giardia lamblia (Giardien, Lamblien)

Giardia ist ein mikroskopisch kleiner Parasit, der den Dünndarm befällt. Die häufigsten Symptome sind weiche Stühle, eventuell heller in der Farbe und schmierig, vor allem morgens. Dazu kommen Bauchkrämpfe, Blähungen, übelriechende Gase.

Obwohl ungefährlich, kann die Erkrankung unbehandelt über Monate bestehen bleiben und dadurch unter Umständen zu Gewichtsverlust und Mangelernährung führen. 

Wie bekommt man Giardiasis?

Die recht widerstandsfähige Zystenform des Erregers wir über damit verunreinigtes Wasser oder Nahrungsmittel aufgenommen.

Eigentlich kommt Giardia weltweit vor, am häufigsten aber natürlich in Gebieten mit schlechten sanitären Verhältnissen. Gelegentlich wird auch in Europa oder den USA über kleine Epidemien berichtet, vor allem wenn zum Baden und Schwimmen benütztes Wasser fäkal verunreinigt wurde.

Inkubationszeit:

Die Inkubationszeit kann zwischen 3 und 25 Tagen betragen. Solange der Patient nicht behandelt ist, scheidet er infektiöse Zysten aus, die unter unhygienischen Bedingungen auch direkt auf andere übertagen werden können.

Diagnose:

Der definitive Beweis ist der mikroskopische Nachweis von Giardia-Zysten im Stuhl.

Vorbeugung:

Vorsicht bei Trinkwasser und Nahrungsmitteln! Die Zysten sind recht widerstandsfähig und werden durch chemische Behandlung des Trinkwassers nicht immer verlässlich abgetötet.

Behandlung:

Üblicherweise werden Metronidazol oder Tinidazol (Antibiotika) verschrieben. Obwohl gelegentlich Rückfälle vorkommen, wirkt die Behandlung meist gut.

Giardia lamblia im Lichtmikroskop